Studientag der Evangelischen Missionsschule Unterweissach

Begrüßungsrunde im Gemeindezentrum

Neun Studierende und Pfarrer Thomas Maier, Direktor Seminars für Theologie, Jugend- und Gemeindepädagogik, freuten sich auf den Studientag bei der Diakonie und Brüdergemeinde Korntal.

 

Pfarrer Hägele und Gerd Sander im Gespräch mit den Studierenden

Nach einführenden Worten im Gemeindezentrum von Pfarrer Hägele und Gerd Sander (Leiter der Stabstelle Kommunikation) gab es eine Vorstellungsrunde mit Erwartungen an den Tag. Die Fragen, die sich stellten, drehten sich um: Mitarbeitergewinnung, Wirtschaftliches in Wechselwirkung mit Diakonischem, Diakonisches in Wechselwirkung mit dem Gemeindeleben, Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche und geistliches Leben in der Arbeit.

Dann ging es mit einem Segen aus Matthäus 13 in den ZEIT.Raum, wo Pfarrer Hägele bei einem Vitrinen-Rundgang über die Entwicklung Korntals referierte.

 

Sr. Anne und die OASE AM WEG

Im Anschluss wartete schon Sr. Anne in der OASE AM WEG auf die jungen Besucher.

Sie erzählte über die Entstehung der OASE AM WEG im Jahr 2014, als einem Begegnungsort nicht nur für Trauernde. Eine Stiftung ermöglichte es, dass die alte Aussegnungshalle der Ev. Brüdergemeinde eine neue Bestimmung erhielt. Auch der neue Trauerort direkt neben der OASE AM WEG mit einer beweglichen Skulpturengruppe "GemEINSam" des Stuttgarter Künstlers Manfred Kalscheuer fand großen Anklang.

 

Spannendes Nachmittagsprogramm in der Jugendhilfe Korntal

Das Vormittagsprogramm fand seinen Abschluss im Flattichhaus bei einem köstlichen Mittagessen. Frisch gestärkt ging es danach weiter in die Themenarbeit in der Jugendhilfe.

Im Flattichhaus empfing Sandra Stadlmeir die Studierenden und sie erzählte aus den Wohngemeinschaften der Mutter-Kind-Wohngruppen. Es gab viele Fragen zur oftmals schwierigen Situation der Mütter. Wie ist ihr Verhältnis zur Schwangerschaft. Gibt es einen Partner. Wie geht man mit einem Säugling und einem kleinen Kind um. Wie kommt man finanziell über die Runden uvm. Frau Stadlmeir schilderte anschaulich, wie sich die Sozialpädagoginnen und –pädagogen um die Frauen kümmern, die nicht selten Probleme mit Drogen, mit der Psyche und anderen Störfeldern wie Schule und Ausbildung haben. Das Ziel der Jugendhilfe ist zu jeder Zeit Eigenständigkeit zu vermitteln.

Bei dieser anspruchsvollen Aufgabe gibt es viele beteiligte Helfer wie Hebamme, Arzt, Hauswirtschafter*innen und Pädagog*innen. Für drei Wohngemeinschaften mit je zwei Müttern, die ein bis zwei Kinder haben, stehen fünf Mitarbeiter*innen in 24 Stunden Schichten bereit. Die Mütter waren bisher 16 bis 40 Jahre alt. Die Möglichkeit in die Wohngruppen zu kommen, besteht für Frauen mit einer Schwangerschaft ab der sechsten Woche vor der Geburt und bis das Kind/die Kinder sechs Jahre alt ist. Voraussetzung ist immer, dass es einen freien Platz gibt.

 

Nach einem kurzen Spaziergang zum Aquarium im Hoffmannhaus traf die Gruppe um Pfarrer Maier von der Missionsschule auf Lisa Wagner, die Fachleitung für die Tagesgruppen ist.

In den Tagesgruppen werden je Gruppe 9 Kinder betreut, die sozial - emotional Unterstützung benötigen. Insgesamt betreut die Jugendhilfe Korntal ca. 350 Kinder und Jugendliche in Wohngruppen, Tagesgruppen ambulanten Gruppen und ambulanter Einzelfallhilfe.

Lisa Wagner plauderte ein wenig aus dem Nähkästchen der Jugendhilfe und man konnte sich gut vorstellen, wieviel Trubel der Alltag in den Gruppen verursacht. Bei allen individuellen Lebenserschwernissen jedes einzelnen betreuten Kindes und Jugendlichen, gab es dennoch viel zum Schmunzeln und auch zum Lachen.

Eine Führung über das Gelände des Hoffmannhauses rundete das Nachmittagsprogramm ab.

 

Um 16.00 Uhr endete der schöne Besuchstag mit der Missionsschule Unterweissach. Lisa Wagner und Pfarrer Hägele verabschiedeten die Gruppe. Pfarrer Thomas Maier wertete den Tag in einer Feedbackrunde mit seinen Studierenden aus.

Resümee von Pfarrer Maier: „Es war in unserer Studienwoche gut, differenziert über diakonisches Handeln nachzudenken. Und es war sehr gut für unsere Studierenden, zu sehen, wie in einer Einrichtungsdiakonie mit fachlicher Qualität und zugleich mit Herz gearbeitet wird. Danke für das gute Programm!"

Wir danken ebenfalls und freuen uns schon auf den nächsten Besuch!

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