Stein im Schuh?

Wer kennt das nicht? Nach einem langen Spaziergang im Wald oder einer Wanderung drückt einem der Schuh. Aber das liegt nicht daran, dass der Schuh zu klein ist, sondern dass ein Stein auf dem Weg hineingekommen ist. Und schon ein kleiner Stein kann ausreichen, um uns richtig wehzutun und Blasen entstehen zu lassen.

Wenn der Schuh drückt, dann hilft eines: Schuh ausziehen, Stein raus, Weiterlaufen. Der Heilige Geist wirkt ähnlich. Er deckt Ungutes in unserem Leben auf. Er weist uns auf solche Steine hin, die uns und ihm wehtun. In Johannes 16,8 steht: „Der Heilige Geist wird der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht.“ Der Heilige Geist weist uns auf Dinge hin, die nicht zu Gott passen. Steine, die nicht in unseren Schuh gehören und uns und ihm wehtun: Lasten der Vergangenheit, die wir tragen und eigentlich nicht tragen müssten (Mt 11,28) oder Sünden aller Art – in Galater 5 z. B. steht im Gegensatz zu den Früchten des Geistes auch eine Liste an Dingen, die nicht zum Geist Gottes passen.

Der Heilige Geist öffnet uns die Augen für kleine und große Steine, die wir im Schuh haben. Das macht er aber nicht, um uns zu verurteilen und bloßzustellen „Schau mal einer an!“, sondern um uns zu befreien. Denn es gibt keine Verurteilung für die, die in Christus sind. (Röm 8,1) Der Heilige Geist deckt Ungutes in unserem Leben auf, um uns davon zu befreien und zu erlösen.

Wer das merkt, dass ein Stein im Schuh drückt, dass etwas hochkommt, dass der Heilige Geist auf etwas im Leben hinweist, dann gilt: Nicht verdrängen, sondern bekennen. (1. Joh 1,9) Vielleicht hilft dir dieses Bild: Zieh dein Schuh aus und schüttel‘ all die Steine raus, die drücken und belasten.

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