Wir müssen uns erinnern – auch 80 Jahre später!

Unter dieser Überschrift haben die Evang. Brüdergemeinde Korntal und die AWM Korntal zu einer halbstündigen Besinnung auf dem Saalplatz eingeladen. Vor den Schaufenstern des Israelladens hielten mehr als 130 Besucher inne im Gedenken an die Zerstörung jüdischer Geschäfte und die Schändung jüdischer Synagogen in der Reichspogromnacht am 9. November 1938. Dieses Datum markiert den Beginn der systematischen Judenvernichtung durch die Nazis.
„Die Schaufenster und die Auslagen dieses Ladens wären vor 80 Jahren auch demoliert worden“, sagte Dorothea Messner betroffen. Sie ist die Leiterin des Israelladens. Mit einfühlsamer Klezmer-Musik und dem jüdischen Kaddisch-Gebet wurde der Leiden der Juden damals gedacht. 80 Jahre danach bewegte das Interview mit einem Juden, der heute in Korntal lebt, die Besucher besonders. Er berichtete von seiner inneren Versöhnung mit Deutschland, aber auch von deutlich spürbarem Antisemitismus.
„Nie wieder, das lehrt uns dieser schmerzliche Gedenktag“, so das Fazit von Pfr. Jochen Hägele. Im Anschluss an die Besinnung lud das Ladenteam des Israelladens noch zu einer Tasse Tee ein, die bei sonnigem Wetter vor vielen Besuchern gerne angenommen wurde.

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