01.02.2010 15:38
K o r n t a l / 01. Februar 2010 – Als eines der ersten Pflegeheime setzt das Altenzentrum Korntal, das zur Diakonie der Ev. Brüdergemeinde gehört, eine Innovation des Tübinger Künstlers Martin Burchardt ein: einen multifunktionalen Altar. „Jetzt können wir den spirituellen Bedürfnissen unserer Bewohnerinnen und Bewohner besser gerecht werden“, erklärt Esther Zimmermann, die Leiterin des Altenzentrums. Der Altar wird nicht nur bei den Hausgottesdiensten eingesetzt. Er kann auch auf den Stationen und in den Zimmern der Bewohnerinnen und Bewohner verwendet werden. „Der Gottesdienst tut vielen unserer alten Menschen gut“, so Zimmermann. „Der neue Altar unterstützt uns darin, sie geistlich noch besser begleiten zu können.“
Der Altar besteht aus zwei Hauptelementen, die getrennt voneinander genutzt werden können. Auf dem großen Altartisch wird ein Bildaufsatz angebracht, davor steht ein Holzkreuz. Auf diese Weise wird der Altar zu einem Blickfang und Ruhepol, an dem sich die Gottesdienstbesucher orientieren können. Unter dem Altartisch befindet sich ein zusätzliches Möbelstück mit einem Schrankelement. Gedacht ist es entweder als Predigtpult, das man bei Bedarf herausziehen kann, oder als zweiter, kleinerer Altar, an den wiederum ein Bildaufsatz passt. Die Kosten von rund 3.600 Euro wurden aus Spenden von Freunden des Hauses gezahlt. Zusätzlich dienten der Erlös des letztjährigen Weihnachtsmarktes des Altenzentrums sowie des antiquarischen Buchmarkts für den Erwerb des Altars.
Seit Herbst 2008 ist man im Altenzentrum dazu übergegangen, zusätzlich Gemeinschaftsgottesdienste für die Bewohner anzubieten, die vom Angebot der Fernsehübertragungen am Sonntag aus dem Großen Saal der Ev. Brüdergemeinde nicht mehr Gebrauch machen können. „Ihre Wahrnehmung im Alter verändert sich. Deshalb knüpfen wir an ihre Erlebnisse von früher an, spielen vor dem Gottesdienst Glockengeläut und Orgelspiel vom Band ein“, erläutert Esther Zimmermann. Der Andachtsraum des Pflegezentrums ist allerdings zu klein für alle Gottesdienstbesucher. So verlegte man den Gottesdienst in den Gemeinschaftsraum. Einen gewissen Schwachpunkt stellte dabei der „Altar“ dar. Jahrelang behalf man sich mit einem einfachen Tisch, auf den eine Tischdecke gelegt wurde. Jetzt kann auch hier Abhilfe geschaffen werden, denn der neue Altar hilft, sich nicht nur akustisch wie in einer echten Kirche zu fühlen. Ein weiteres Altarbild ist übrigens schon in Auftrag gegeben. Der Künstler Gerhard Messner aus Trossingen wird es gestalten.
Mehr zum Altenzentrum Korntal gibt es unter www.altenzentrum-korntal.de. Mehr zum neuen Altar unter www.jakobusaltar.de.