29.07.2009 11:37
K o r n t a l / 29. Juli 2009 – Seit etlichen Jahren engagiert sich der Rapper „2schneidig“ mit seiner interaktiven Sucht-, Drogen- und Gewaltpräventionsarbeit an deutschen Schulen. Über seinen Weg hin zu Gott und damit weg von den Drogen, hat er an der Johannes-Kullen-Schule der Diakonie der Ev. Brüdergemeinde Korntal berichtet. Er erzählte aus seinem Leben, zeigte Videoclips und brachte rund 50 Schülerinnen und Schülern „coole Moves“ zu seinen Rap-Rhythmen bei.
Der Halbnigerianer erzählte seinem gebannt lauschenden Publikum seine spannende wie schockierende Lebensgeschichte: Er wird auf Grund seines untragbaren Verhaltens von Pflegefamilie zu Pflegefamilie weitergereicht, durchlebt alle Formen der deutschen Heimerziehung, verkriecht sich monatelang im Wald, lebt vom Diebstahl und landet immer wieder im Gefängnis. Schließlich wird er stark drogenabhängig. Die große Wende in seinem verkorksten Leben tritt ein, als eine Seniorin, die gläubige Christin ist, sich vorbehaltlos um ihn kümmert. An ihr lernt er die lebensverändernde Kraft des Glaubens an Jesus Christus kennen – und das Wunder geschieht: Von einem auf den anderen Tag ist er frei von seiner Drogensucht und beginnt im Jahr 2000 sogar eine erfolgreiche Karriere als Musiker, die ihn zusammen mit Künstlern wie Xavier Naidoo, den Prinzen und Joe Cocker durch ganz Deutschland führt und vor bis zu 50.000 Zuschauern auftreten lässt. TV-Auftritte folgen. Heute füllt er die Porsche-Arena und trat vor kurzem bei der Jubiläumsfeier „60 Jahre Grundgesetz“ in Berlin auf. Seit 2007 wirkt er zudem im Musical „Rats“ mit Gesang-, Rap sowie Tanz-Einlagen nach der Geschichte „der Rattenfänger von Hameln“ mit. Für die Schülerinnen und Schüler der Johannes-Kullen-Schule allerdings ist er an diesem Tag kein Rattenfänger gewesen, sondern vielmehr ein starkes Vorbild und ein glaubwürdiges Zeugnis dafür, wie man cool sein kann und trotzdem frei von Drogen und Kriminalität.