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18.06.2012 18:44

Einige wichtige Hilfen sind nicht finanziert

Diakonie braucht Freunde und Förderer – Dankabend für Unterstützer der Diakonie der Ev. Brüdergemeinde Korntal im Landschloss


Unterhaltung, Informationen und interessante Gespräche beim Abend für Freunde und Förderer, hier am Stand von „helpline Korntal“.

K o r n t a l / 18. Juni 2012 – Soziale Arbeit braucht das Engagement der Bevölkerung. Ohne Freunde und Förderer der Arbeit der Diakonie wären manche Hilfen für junge und alte Menschen nicht möglich. Dazu gehören beispielsweise die Finanzierung von Ferien oder von Musikschulunterricht für Kinder in den Kinderheimen, von Einrichtungsgegenständen und nicht zuletzt die wertvolle ehrenamtliche Arbeit engagierter Mitmenschen – alleine im Altenzentrum sind es über 80 Personen, die helfen. Der Schulbauernhof Zukunftsfelder kann sogar nur mit Hilfe von Spendern und Sponsoren betrieben werden. „Zunehmend geht es auch darum, jungen Menschen eine Brücke in die Selbstständigkeit nach der Jugendhilfe zu bauen“, sagt Manuel Liesenfeld, Pressesprecher der Diakonie. „Dafür benötigen wir Betreuer, die sich intensiv um diese Berufseinsteiger kümmern können und ihnen helfen. Diese Stellen sind von der öffentlichen Hand nicht finanziert. Diese jungen Menschen wirklich lebensfähig zu machen und sie in die Gesellschaft zu integrieren ist aber unsere größte Aufgabe“, so Liesenfeld.

Ein weiteres Beispiel ist die neue Intensivgruppe im Flattichhaus Korntal, in der Kindern leben, die direkt aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie kommen. „Leider wird nur ein Teil der Personalkosten getragen. Die notwendige intensive Betreuung der Kinder macht es aber notwendig, dass rund zwei Pädagogen mehr in der Gruppe arbeiten müssen als vom Jugendamt gezahlt werden“, sagt Liesenfeld.

Trotz dieser großen Herausforderungen für die Einrichtungen der Brüdergemeinde-Diakonie gab es viel Grund, „Danke“ zu sagen. Einmal im Jahr gibt es deshalb einen Empfang für Freunde und Förderer der Diakonie der Evangelischen Brüdergemeinde im Landschloss Korntal, an dem sich in diesem Jahr alle diakonischen Einrichtungen auf einem „Diakonie-Markt“ präsentierten. Ebenfalls dabei waren „helpline Korntal“ und das Orientierungsjahr. Ein Kurzfilm informierte über die Highlights des Jahres 2011. Als künstlerischen Leckerbissen gab es diesmal eine literarisch-musikalische Lesung mit Andreas Malessa und Michael Schlierf am Flügel.

Zur Diakonie der Ev. Brüdergemeinde Korntal gehören der Wilhelm-Götz-Kindergarten und der Kindergarten Gartenstraße, die Jugendhilfeeinrichtungen Hoffmannhaus, Flattichhaus und Johannes-Kullen-Schule Korntal sowie das Hoffmannhaus und die Hoffmannschule Wilhelmsdorf im Kreis Ravensburg, das Familien –und das Altenzentrum Korntal sowie der Schulbauernhof Zukunftsfelder Korntal. Die Diakonie beschäftigt rund 500 Mitarbeiter und betreut in allen Einrichtungen täglich rund 1000 Menschen.